Anhaltender Stress, Erschöpfung, Schlafstörungen oder innere Unruhe sind häufig Ausdruck einer gestörten vegetativen Regulation. Dabei geht es weniger um „zu viel Stress“ im Außen, sondern um die Frage, wie gut das autonome Nervensystem zwischen Anspannung und Erholung wechseln kann. Ein zentraler Bestandteil dieser Regulation ist der Nervus vagus, der maßgeblich an Ruhe-, Regenerations- und Anpassungsprozessen beteiligt ist.
Der Nervus vagus ist der längste Hirnnerv und ein wesentlicher Bestandteil des parasympathischen Nervensystems.
Er beeinflusst zahlreiche körperliche Funktionen, unter anderem:
Eine gute vagale Aktivität unterstützt die Fähigkeit des Körpers, nach Belastung wieder in einen Zustand von Ruhe und Stabilität zurückzufinden.
Eine gezielte Unterstützung der vegetativen Regulation kann hilfreich sein bei:
Wichtig ist dabei immer eine sorgfältige Einordnung der Beschwerden und – falls erforderlich – eine ärztliche Abklärung.
Im Mittelpunkt steht zunächst eine ausführliche Anamnese mit Blick auf Stressbelastung, Schlaf, körperliche Symptome und bisherige Therapieversuche. Auf dieser Grundlage entscheide ich, welche regulativen Ansätze sinnvoll und gut integrierbar sind. Die Begleitung erfolgt nicht schematisch, sondern individuell angepasst und kann – je nach Situation – folgende Bausteine umfassen:
Vegetative Dysregulation erfordert keine schnelle Lösung, sondern eine gezielte und nachhaltige Unterstützung der körpereigenen Regulationsfähigkeit. Mein Ziel ist es, gemeinsam mit Ihnen Bedingungen zu schaffen, unter denen Ihr Nervensystem wieder besser regulieren kann – verständlich, alltagstauglich und ohne Überforderung.