Viszerale osteopathische Behandlung – funktionell und gezielt eingesetzt


Die viszerale osteopathische Behandlung ist eine manuelle Methode, die sich mit der Beweglichkeit der inneren Organe, des Zwerchfells und des umgebenden Bindegewebes befasst. Einschränkungen in diesen Strukturen – etwa nach Operationen, bei chronischen Entzündungen, anhaltender Stressbelastung oder lang bestehenden Spannungsmustern – können funktionelle Beschwerden begünstigen. In meiner Praxis setze ich viszerale osteopathische Techniken nicht pauschal ein, sondern gezielt dort, wo sie aus funktioneller Sicht sinnvoll ergänzen.


Wirkprinzip (vereinfacht erklärt)

Durch ruhige, präzise manuelle Impulse können Spannungen im viszeralen Bindegewebe wahrgenommen und moduliert werden.Ziel ist es, Beweglichkeit, Gewebegleiten und vegetative Regulation zu unterstützen – insbesondere im Zusammenspiel von Organen, Faszien und Nervensystem. Dabei geht es nicht um „Korrektur“, sondern um das Schaffen günstiger Bedingungen, unter denen sich funktionelle Abläufe wieder besser regulieren können.


Mögliche Einsatzbereiche

Viszerale osteopathische Elemente können – abhängig von Befund und Symptomatik – unterstützend eingesetzt werden bei:


  • funktionellen Verdauungsbeschwerden (z. B. Blähungen, Reizdarm, SIBO/IMO)
  • zyklusabhängigen Beschwerden und hormonellen Regulationsstörungen
  • Narben- und Verwachsungsthematiken
  • vegetativ mitbedingten Schwindel- oder Erschöpfungssymptomen

Voraussetzung ist stets eine sorgfältige Einordnung der Beschwerden und – falls erforderlich – eine medizinische Abklärung.


Einordnung in mein therapeutisches Konzept

Viszerale osteopathische Techniken sind kein alleinstehendes Therapieverfahren, sondern Teil eines integrativen Vorgehens.
Sie werden dann eingesetzt, wenn sie den therapeutischen Prozess sinnvoll unterstützen und gut in ein bestehendes Behandlungs- und Regulationskonzept integrierbar sind.


Was mir dabei wichtig ist

Ich setze manuelle Techniken gezielt dort ein, wo sie den therapeutischen Prozess sinnvoll unterstützen. Ziel ist nicht ein kurzfristiger Effekt, sondern eine funktionelle Unterstützung, die sich an Befund, Belastbarkeit und Verlauf orientiert.